Lego Serious Play®: Der 3D-Drucker deiner Gedanken!



Du kennst das aus eigener, leidvoller Erfahrung? Langwierige Meetings mit endlosen Reden, PowerPoint-Präsentationen oder Flip Charts, in denen am Ende sowieso wieder das Offensichtliche herauskommt. Meistens sind es dann die Ideen und Vorschläge des Vorgesetzten oder der dominantesten Person, die umgesetzt werden. In Zeiten von Digitalisierung, Agilität und partizipativer Führung muss man sich die Frage stellen, ob solche Meetings überhaupt noch angemessen sind. Auch die Digitalisierung liefert uns keine zufriedenstellenden Lösungen: Digitale Whiteboards oder Tablets führen manchmal sogar zu noch schlechteren Ergebnissen.


Versetzt euch kurz zurück in die Zeit, als für euch mit der Einschulung in die Volksschule der Ernst des Lebens begann. Bis dahin wart ihr extrem agil, erst ab dem 7. Lebensjahr erlernen Kinder strategisches und abstraktes Denken. Es gibt wohl kaum jemanden unter uns, der damals nicht mit Lego gespielt hat: Wir waren fasziniert von den bunten Steinen und Figuren und tauchten beim Erschaffen von bunten Türmen, Piratenschiffen oder ganzen Städten in andere Welten ein.


Wenn Kinder „ihre Träume mit Lego bauen“ können, warum können das nicht auch Erwachsene in ihrem beruflichen Umfeld? Ende der 90er-Jahre stellten sich die beiden Professoren Johan Roos und Bart Victor gemeinsam mit dem Lego Group CEO und Inhaber Kjeld Kirk Kristiansen diese Frage. Sie waren auf der Suche nach neuen Planungstools und entwickelten ein neues Modell, mit dem MitarbeiterInnen mit Unterstützung von Lego-Bauteilen ihre Visionen und Gedanken greifbar machen können.


Seit Anfang der 2000er ist die daraus entstandene Methode Lego Serious Play bei Lego selbst ein fixer Bestandteil. Und spätestens, seit „Gamification“ und „Agilität“ in der Berufswelt ihren Niederschlag fanden, hat die Methode auch weit über die Lego-Grenzen hinaus an Beliebtheit gewonnen. In Österreich selbst ist die Methode noch viel weniger Bekannt als in Deutschland oder der Schweiz.


Lego Serious Play – kurz LSP genannt – wird als moderierter Workshop angeboten und ist ein agiler Prozess mit spielerischen Elementen. Durch eine klare Struktur und Betreuung durch einen LSP-zertifizierten Moderator können dabei Fragestellen aus der Geschäftswelt bearbeitet und beantwortet werden.


Nicht nur von den bunten Steinen und Figuren allein geht die Faszination aus. Vielmehr ist es die einzigartige Methode, die durch das Zusammenspiel der kreierten 3D-Modelle und den von den Teilnehmern vorgetragenen Geschichten ihre Besonderheit entfaltet und etwas Gemeinsames entstehen lässt, an das sich alle Teilnehmer noch lange nach dem Workshop erinnern.


Lego spielen? Und das in der Arbeitszeit? Vor Kollegen?

Anfangs überwiegt oftmals die Skepsis. Wird der Prozess durch einen erfahrenen Moderator begleitet, wird diese passive Haltung, teilweise sogar mit verschränkten Armen, schnell aufgelöst. Die Teilnehmer tauchen mehr und mehr lustvoll in den Prozess ein und gelangen in einen Flow, der Besonderes entstehen lässt.


Das notwendige Wissen und die Kreativität für die Problemlösung ist meist in der Gruppe vorhanden. Eine besondere Stärke von LSP ist, dieses Wissen entsprechend freizusetzen. Durch die Arbeit mit Modellen und Metaphern öffnen sich die Teilnehmer mehr als bei den klassischen Methoden. Es werden Dinge aufgezeigt, die ansonsten vielleicht verborgen geblieben wären. Außerdem werden Konflikte viel weniger auf der persönlichen Ebene erlebt, da der Fokus immer auf den Lego-Modellen liegt und niemals auf Personen.


Viel mehr Ideen und Lösungen werden sichtbar

Jeder Teilnehmer baut individuell ein Modell und präsentiert dies der Gruppe. Dadurch werden deutlich mehr Ideen und Lösungen sichtbar. Die Vielfalt der Gedanken wird dadurch gefördert und es werden Ergebnisse erzielt, die von allen getragen werden. Und nicht zuletzt zeigen die Modelle oft Themen und systemische Zusammenhänge auf, die so vorher nicht erkennbar waren. Optimal ist übrigens eine Gruppe mit 12 Personen. Bei mehreren Teilnehmern sollte mit mehreren Gruppen parallel gearbeitet werden.


​Wie lange dauert ein LSP-Workshop?

Eine Stunde reicht zum ersten Kennenlernen der Methode aus. Wirkliche Problemstellungen können in dieser kurzen Zeit aber natürlich nicht bearbeitet werden. Abhängig von der Aufgabenstellung und der Anzahl der zu bearbeitenden Fragen dauert ein typischer LSP-Workshop zwischen 3 und 8 Stunden. Für komplexere strategische Fragestellungen können durchaus auch zweitägige Workshops sinnvoll sein. Eines haben alle LSP-Workshops gemeinsam: Langeweile kommt nie auf!



"Spielerisch erfolgreich sein."




Wo kann LSP eingesetzt werden?

Ursprünglich waren die zwei Hauptprozesse von LSP Real Time Identity for the Team (Teamoptimierung, Team-Building, Mitarbeiterkultur, Leitbild-Erarbeitung, …) und Real Time Strategy for the Enterprise (Ideen- und Innovationsfindung, Lösung komplexerer Probleme, Risikomanagement). Inzwischen wurden diese Prozesse von der weltweiten LSP-Community für verschiedenste Anwendungsbereiche weiterentwickelt: Change-Management, Ideenfindung, aktivere Veranstaltungsgestaltung, Customer Experience, Personalentwicklung und Konfliktmanagement sind nur einige der unzähligen Felder, die sich inzwischen dazu gereiht haben.


Spielerisch erfolgreich sein

LSP hilft auf Methoden zurückzugreifen, die in der Arbeitswelt der Zukunft essentiell sein werden: Empathie, Kreativität, Querdenken und die Fähigkeit andere mitreißen zu können. Kinder können das alles, daran müssen wir uns erinnern und Lego Serious Play kann uns genau dabei helfen.


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